Behandlung von früh diagnostiziertem Gestationsdiabetes mellitus vor der 20. Schwangerschaftswoche: [Treatment of early diagnosed Gestational Diabetes mellitus before the 20th Week of Pregnancy]Vise andre og tillknytning
2023 (tysk)Inngår i: Wiener Klinische Wochenschrift, ISSN 0043-5325, E-ISSN 1613-7671, Vol. 135, nr Suppl. 7, s. S762-S762, artikkel-id 19Artikkel i tidsskrift, Meeting abstract (Annet vitenskapelig) Published
Abstract [de]
Einleitung: Bei Diagnose eines Gestationsdiabetes (GDM) vor der 20.Schwangerschaftswoche (SSW) wird leitliniengemäß eine Therapie begonnen. Für diese Praxis liegt keine Evidenz vor, die eine Verbesserung der Gesundheit von Mutter oder Nachkommen bei GDM-Behandlung in der frühen Schwangerschaft belegt.
Methoden: Frauen mit einem Risikofaktor für GDM wurden zwischen 4.−20.SSW bei Vorliegen einer GDM Diagnose nach WHO 2013 Kriterien randomisiert einer Behandlungsgruppe oder einer Kontrollgruppe zugeordnet. Die Behandlungs-gruppe erhielt sofortige GDM Behandlung, während die Kontrollgruppe je nach Ergebnissen eines erneuten oralen Glukosetoleranztests (OGTT) in der 24.−28.SSW eine verschobene oder keine Behandlung erhielt. Die Studie hatte drei primäre Endpunkte: eine Kombination ungünstiger neonataler Ereignisse (Geburt <37.SSW, Geburtstrauma, Geburtsgewicht ≥4500 g, RDS, Phototherapie, Totgeburt/neonataler Tod oder Schulterdystokie), schwangerschaftsbedingte Hypertonieerkrankungen (Präeklampsie, Eklampsie, gestationsbedingter Bluthochdruck) und neonatale fettfreie Körpermasse.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 802 Frauen randomisiert (406 Sofortbehandlung, 396 Kontrollgruppe). Die Erstvisite fand durchschnittlich in der 15,6 ± 2,5 SSW statt. Der neonatale Kombinationsendpunkt trat bei 94/378 Frauen (24,9 %) bei sofortiger Behandlung und bei 113/370 Frauen (30,5 %) in der Kontrollgruppe auf (adj. Risikounterschied −5,6 %;95 % KI,–10,1;−1,2, RR 0,82;0,68-0,98). Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck trat bei 40/378 Frauen (10,6 %) bei sofortiger Behandlung und bei 37/372 Frauen (9,9 %) in der Kontrollgruppe auf (0,7 %,95 % KI,–1,6;2,9, RR 1.08;0.85–1.38). Die fettfreie Körpermasse der Neugeborenen betrug 2,86 kg bei sofortiger Behandlung und 2,91 kg in der Kontrollgruppe (−0,04 kg; 95 % KI,–0,09;0,02). Untergruppenanalysen zeigten eine stärkere Wirkung der Intervention auf neonatale Ergebnisse bei Frauen mit höheren Blutzuckerwerten und bei OGTT Durchführung vor der 14.SSW.
Schlussfolgerung: Die sofortige Behandlung von Gestationsdiabetes vor der 20.SSW führte zu einer geringeren Häufigkeit ungünstiger neonataler Ergebnisse im Vergleich zu späterem Behandlungsbeginn.
sted, utgiver, år, opplag, sider
Springer, 2023. Vol. 135, nr Suppl. 7, s. S762-S762, artikkel-id 19
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Identifikatorer
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Konferanse
51. Jahrestagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, Salzburg, Österreich, November 16-18, 2023
2024-02-022024-02-022024-02-02bibliografisk kontrollert